Eine Kurzeinführung

Dieses Auftaktvideo eröffnet die wissenschaftslehrliche Perspektive der Geltungslehre. Im Zentrum steht eine begriffliche Verschiebung: Geltung wird nicht als subjektiv erhobener Anspruch verstanden, sondern als strukturell primäre Bedingung jeder möglichen Erkenntnis. Sie ist keine Eigenschaft von Aussagen, sondern die vorausliegende Ordnungsbedingung, unter der Wahrheit überhaupt bestimmbar wird. Die Geltungslehre fragt daher nicht zuerst was wahr ist, sondern unter welchen strukturellen Bedingungen Wahrheit als erfüllte Geltung auftreten kann. Wahrheit erscheint in diesem Rahmen als Führbarkeit von Geltung – als stabile, nicht selbstauflösende Differenzführung. Das Video führt in diese grundlegende Perspektive ein und markiert den Ausgangspunkt einer systematischen Ausarbeitung: – Geltung als strukturgenetische Primärgröße – Abgrenzung gegenüber subjektzentrierten und ontologisierenden Ansätzen – Zusammenhang von Geltung, Wahrheit und Nicht-Geltung (Nullbereich) – Erste Hinweise auf die formale Fundierung (Selbstbindung, Differenzarchitektur) Die weiteren Beiträge werden diese Grundlagen schrittweise präzisieren, formal ausarbeiten und in ihren wissenschaftlichen Konsequenzen entfalten.


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